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Chronisch obstruktive Lungenerkrankung - COPD Drucken E-Mail
Lunge/Atmung - Chronisch obstruktive Lungenerkrankung - COPD

Zu Beginn wird sie oft als "Raucherhusten" abgetan. Dabei ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung tödlich und frühzeitiges Eingreifen wäre dringend erforderlich. Im Moment liegt die COPD an sechster Stelle in der Statistik der Todesursachen. Die Zahl der Erkrankten aber steigt dramatisch. Deshalb geht man davon aus, dass schon im Jahr 2020 die Position drei der Todesursachenstatistik erreicht werden wird. In den meisten Fällen ist die Erkrankung vermeidbar, denn bei 90 Prozent der Betroffenen ist Rauchen die Hauptursache.

Was bedeutet COPD?

Mit der neuen Leitlinien wird die Erkrankung jetzt erstmals eindeutig definiert und von anderen obstruktiven Lungenerkrankungen abgegrenzt.

Cor pulmonale

Herzveränderungen aufgrund einer Lungenerkrankung sind eine häufige Komplikation.

Epidemiologie

Erkrankungs- und Todeszahlen steigen deutlich an. Etwa 25 Prozent der deutschen Bevölkerung sind betroffen.

Endogene und exogene Ursachen der COPD

Bewiesene und begünstigende Faktoren werden in innere und äußere Einflüsse unterteilt. Häufig bestehen mehrere Auslöser gleichzeitig.

Rauchen

Durch inhalatives Zigarettenrauchen wird die Bronchialschleimhaut massiv geschädigt. 90 Prozent der Betroffenen sind Raucher.

Berufsbedingte Schädigungen

Jahrelange Exposition schädigender Stäube kann zu COPD führen. Der Nachweis ist aber oft schwierig, weil viele gleichzeitig Raucher sind.

Luftverschmutzung

Die gesundheitsschädigende Wirkung ist unstrittig. Unklar ist allerdings, ob Luftverschmutzung zu einer COPD führen kann.

Alpha-1-Antitrypsinmangel

Diese genetisch bedingte Erkrankung führt zu einem Lungenemphysem. Raucher sind doppelt betroffen.

Bakterielle Infektionen

Die Hälfte der Betroffenen leidet unter bakteriellen Infektionen, die die Bronchialschleimhaut zusätzlich schädigen und die Abwehr schwächen.

Fehlfunktion der Zilien

Mukoviszidose und vielfache äußere Schädigungen führen zu einer Fehlfunktion der Flimmerhärchen, die die unteren Luftwege reinigen.

Entstehungsmechanismus der COPD

Ein komplexes und sich gegenseitig verstärkendes System von schädigenden Einflüssen verursacht die organischen Veränderungen der Lunge, die für COPD typisch sind.

Beschwerden bei COPD

Husten, Auswurf und Atemnot sind die typischen, "harmlos" klingenden Symptome. Die Folgen können tödlich sein. Zwei klassischen Typen "Blue bloater" und "Pink puffer" zeigen verschiedene Erscheinungsbilder.

Diagnostik bei COPD

Für eine genaue Diagnose und eine zielgerichtete Therapie ist eine umfangreiche Diagnostik erforderlich.

Lungenfunktionsprüfung bei COPD

Kern der Diagnostik ist die Überprüfung der Lungenfunktion. Dazu sind verschiedene Messungen notwendig.

Therapieoptionen bei COPD

Neben der medikamentösen Therapie sind eine Reihe von weiteren Maßnahmen sinnvoll. Hier finden Sie einen Überblick.

Antibiotika

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und werden bei COPD nur bei akuten Verschlechterungen durch bakterielle Infektionen eingesetzt.

Anticholinergika

Obwohl diese Medikamente kaum Nebenwirkungen haben, sollte nicht jeder Anticholinergika einnehmen.

Beta-2-Sympathomimetika

Die bronchialerweiternde Wirkung macht diese Substanzen zu einem wichtigen Faktor in der Therapie der COPD.

Expektoranzien

Der Nutzen von auswurffördernden Medikamenten ist für COPD bisher noch nicht eindeutig belegt.

Glukokortikoide

Diese stark entzündungshemmenden Medikamente werden heute inhalativ verabreicht und haben nur wenig Nebenwirkungen.

Theophyllin

Dieser mit dem Koffein verwandte Wirkstoff entfaltet vielfältige Wirkungen und muss sehr genau dosiert werden.

Kombinationspräparate

Mehr als die Summe seiner Teile - Die Kombination von Beta-2-Sympathomimetika mit Glukokortikoiden ist hochwirksam und gut verträglich.