|
Patellaluxation - Verrenkung der Kniescheibe |
|
|
|
Orthopädie -
Kniegelenk und Unterschenkel
|
|
Knorpel und Knochen im Kniegelenk werden zerstört
|
Bei der Patellaluxation handelt es sich um eine seitliche Verlagerung der Kniescheibe (vgl. Anatomie des Kniegelenks) aus ihrer ursprünglichen Position heraus. Man spricht auch von einer Verrenkung der Kniescheibe. Verantwortlich dafür ist meistens eine Kombination mehrerer Faktoren:
- knöcherne Veränderungen der Kniescheibe selbst oder ihres sogenannten Gleitlagers am unteren Ende des Oberschenkelknochens
- Fehlstellungen im Bereich des Kniegelenks, beispielsweise X-Beine (s. Abschnitt X- und O-Beine)
- Überdehnung der Bänder im Bereich des Kniegelenks
- Schwächung der Oberschenkelmuskulatur, die das Kniegelenk stabilisiert
Aber auch eine traumatische, beispielsweise durch einen Unfall bedingte Patellaluxation kann der Grund für eine später erneut auftretende Patellaluxation sein.
|
|
Betroffen sind vor allem Mädchen
|
Von einer Patellaluxation sind meistens Mädchen und junge Frauen betroffen.
|
|
Beschwerden
|
Kommt es zu einer Patellaluxation, so kann das Kniegelenk bei schnellen Bewegungen oder sportlicher Beanspruchung plötzlich nachgeben. Außerdem kann es durch die Verlagerung der Kniescheibe zu Knorpelschäden kommen, die dann wiederum Ursache für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Kniegelenk sind.
|
|
Diagnostik
|
Bei der ärztlichen Untersuchung fällt auf, dass das Kniegelenk übermäßig beweglich ist. Auf einem Röntgenbild ist die Verlagerung der Kniescheibe gut zu erkennen. Auch eventuelle Knorpelschäden lassen sich darauf erkennen.
|
|
Physiotherapie verhindert Operation
|
Das "Rückführen" der Kniescheibe in die ursprüngliche Position ist durch gezielte Physiotherapie möglich. Dabei wird vor allem die Streckmuskulatur des Oberschenkels gekräftigt.
|
|
Operation
|
Reicht diese Maßnahme nicht aus, wird die Kniescheibe im Rahmen eines operativen Eingriffs in einer günstigen Position fixiert. Auch bei einer durch einen Unfall bedingten Patellaluxation ist eine Operation notwendig. Bei ausgeprägten Knorpelschäden kann eine operative Therapie durch einen Eingriff in der sogenannten Schlüssellochtechnik (Kniegelenkspiegelung) sinnvoll sein.
|
|
Nachbehandlung
|
Nach einer Operation ist eine anschließende physiotherapeutische Behandlung von großer Wichtigkeit. Diese dient vor allem der Kräftigung der Muskulatur, die das Kniegelenk stabilisiert.
|
|
Zur Übersicht Erkrankungen von Kniegelenk und Unterschenkel
|
|